Geldwäsche: Liechtenstein: Ein Paradies für Kriminelle
- 24. Juni 2025
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Das Fürstentum Liechtenstein ist offenbar nicht nur ein Paradies für Steuerhinterzieher, sondern auch für Kriminelle aller Art. Eine spanische Zeitung berichtet von Geldflüssen aus Drogengeschäften und Korruption ins Land.

Mindestens vier große Drogen- und Betrügerbanden, die in Spanien zerschlagen wurden, nutzten laut einem Pressebericht liechtensteinische Banken zur Geldwäsche. Die Kriminellen gründeten Stiftungen, die Bankkonten im Fürstentum eröffneten, berichtet die Madrider Zeitung „El País“. Auch kolumbianische Drogenkartelle hätten auf diese Weise hohe Geldsummen vor den Behörden versteckt. Die in den letzten Jahren zerschlagenen Banden nutzten liechtensteinische Bankkonten, um Schiffe zu bezahlen, die Kokain von Kolumbien nach Spanien transportierten.
Das Fürstentum kündigte an, den Missbrauch seines Finanzplatzes besonders rigoros zu bekämpfen. Justizminister Klaus Tschütscher erklärte in einer Stellungnahme zu spanischen Medienberichten, Geldwäsche sei ein globales Phänomen.
Gelder aus spanischem Korruptionsskandal
El País berichtet weiter, dass auch Gelder aus dem großen Betrugs- und Korruptionsskandal im südspanischen Marbella in das Fürstentum geflossen seien. Vor zwei Jahren wurde im Zuge der Affäre die gesamte Stadtverwaltung des gehobenen Badeortes abgesetzt und Dutzende Politiker verhaftet. Der Schaden durch Bestechung und Unterschlagung im Zusammenhang mit der Vergabe von Baugenehmigungen wird auf mehrere Milliarden Euro geschätzt.
In der Liechtensteiner Steueraffäre geht die Steuerbehörde in Madrid derzeit Hinweisen aus Deutschland zu mutmaßlichen Steuerhinterziehern in Spanien nach. Die Zahl der Verdächtigen und die Höhe der Beträge sind noch nicht bekannt. (ut/dpa)



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